Sondersitzung Gemeinderat mit Bürgerfragestunde

Thema Flüchtlingsunterbringung

Montag, 12. Oktober um 18:00 Uhr im Ratssaal

Ghettos in Massenunterkünften oder dezentrale Wohneinheiten?

Aulendorf muss in den nächsten Wochen über 100 Flüchtlinge unterbringen. Die Verwaltung favorisiert Großraum-Massenunterkünfte. Hinter diesem Begriff verbirgt sich, wie wir aus anderen Kommunen wissen, nichts anderes als eine hoch problematische Massenunterbringung in Großraumgebäuden oder Industriehallen. Massenunterbringung bedeutet Ghettobildung mit allen bekannten Problemen. Die Erfahrungen aus anderen Kommunen lehren uns auch, dass Massen-Großunterkünfte ein sehr hohes Konfliktpotential bergen - gerade auch für die Bürger der Gastkommune. Es hat sich auch gezeigt, dass Familien mit Kindern und alleinstehende Frauen auf keinen Fall in Massenunterkünften untergebracht werden sollten. Wir sprechen uns also klar gegen Industriehallen aus, die mit Bauzäunen und Plastikplanen oder Holzplatten provisorisch abgeteilt werden.

Im ehemaligen Aulendorfer Altersheim waren bis 2011 ca. 50 - 70 Bewohner untergebracht. Seither steht das städtische Gebäude leer und verursacht nur Kosten. Für die Flüchtlingsunterbringung dort würde die Stadt sogar eine Miete vom Landratsamt erhalten. Gerade für Personen mit erhöhtem Schutzbedürfnis, wie Familien mit Kindern oder alleinstehende Frauen, wäre dieses Gebäude geeignet. Auch die Lage des ehemaligen Altenheims, mitten in der Stadt direkt am Parksanatorium, spricht für die Unterbringung dieser Personengruppen dort. Das Konfliktpotential wäre gering.

In der Sondersitzung des Gemeinderats mit Bürgerfragestunde diesen Montag um 18 Uhr werden diese Fragen besprochen. Bitte nehmen Sie an der Sitzung des Gemeinderats teil und unterstützen Sie uns durch Ihre Anwesenheit und Ihre Redebeiträge in der Bürgerfragestunde, damit eine gute, humane Lösung für die Flüchtlinge und für die Aulendorfer Bürger erreicht wird.

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