Die 8. Klasse der WRS zeigt, wie Weltmeister geht

Wir Deutschen sind Fußballweltmeister und auch Mülltrennweltmeister. Was bei uns schon im Kindergarten eingeführt wird, ist für Menschen aus anderen Ländern oft eine Wissenschaft für sich. Auch die syrischen Flüchtlinge im ehemaligen Altenheim hatten so ihre Probleme mit den verschiedenen Müllsorten. Um das zu ändern war am Donnerstagmorgen die 8. Klasse der WRS der Schule am Schlosspark im ehemaligen Altenheim auf Besuch. Ziel war es, den Bewohnern das Ravensburger Mülltrennungssystem zu erläutern und dieses System auch im Flüchtlingsheim einzuführen.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich unter der engagierten Anleitung ihrer Lehrerin Annette Kammel ein Farbsystem für eine klare Beschilderung überlegt. Im Unterricht hatten sie schöne Hinweisschilder für Glas, Dosen, Papier und Plastikverpackungen hergestellt und mitgebracht. Die Schilder sind mit Verpackungsbeispielen und Bildern beklebt, um auf einen Blick deutlich zu machen, wo welche Verpackung hingehört. Die Stadträtinnen Karin Halder und Christine Vogt hatten farblich passende Boxen besorgt, in denen der wiederverwertbare Abfall in Zukunft auf jedem Stockwerk gesammelt wird. Die Boxen wurden vom Bündnis für Umwelt und Soziales e.V. (BUS) gespendet.

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Die Bewohner und die Schüler versammelten sich alle im Gemeinschaftsraum des zweiten Stockwerkes und erklärten anschaulich das System, indem sie mitgebrachten Verpackungsmüll in die einzelnen Sammelboxen sortierten. Samer, einer der syrischen Flüchtlinge, der schon gut Deutsch spricht, übersetzte sicherheitshalber alles auch noch einmal auf Syrisch. Im Anschluss gab es noch ein gemeinsames Frühstück mit Tee und Zopfbrot, wobei noch bestehende Fragen zu Details des Müllsystems erklärt wurden und die Zopfverpackung gleich auf die richtige Box sortiert wurde. Bilal, ein Flüchtling, der im Haus bisher für die Müllentsorgung zuständig ist, wird in Zukunft auch die Leerung der Boxen in die passenden Container für Altglas, Dosen, Papier und Plastik übernehmen. Damit ist ein weiterer Schritt in Richtung Integration gemacht.

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